Vereinssatzung

1 Name und Sitz

101. Der Name des Vereins lautet Green Berets International e.V., in Kurzform GBI.

102. Der Verein hat seinen Sitz in Essen und ist in das Vereinsregister eingetragen worden.

103. Als Erkennungszeichen tragen die Mitglieder bei offiziellen Veranstaltungen ein grünes Barett mit Vereinsemblem.

104. Das ovale Vereinsemblem beinhaltet die Buchstaben GBI mit zwei sich zur Begrüßung gereichten Händen und die Regenbogenfahne.

105. Die Postadresse lautet: GBI e.V., Postfach 10 20 17, 45020 Essen, Deutschland.

2 Vereinszweck

201. Zweck des Vereins ist der Kampf gegen die Benachteiligung homosexueller Uniformfreunde im Alltag durch die Stärkung ihres Zusammenhaltes. Zusätzlich soll Gleichgesinnten ein Forum für Veranstaltungen geboten werden. Der Vereinszweck ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet.

202. Zur Verwirklichung des Vereinszwecks veranstaltet der Verein regelmäßig Treffen, Gesprächskreise, öffentliche Aktionen und ähnliche Unternehmungen. Ferner gibt er Informationsschriften heraus und berät Organisationen mit gleichartigen Zielen. Dadurch leistet der Verein einen Beitrag zur Anerkennung und Toleranz gleichgeschlechtlicher Minderheiten. Ein ganz wesentlicher Aspekt ist dabei die gesundheitliche Aufklärung (Safer Sex).

203. Der Verein versteht sich ausdrücklich als internationale Gruppierung. Z.Z. sind rund ein Drittel der Adressen von Gleichgesinnten in der Vereinskartei aus dem Ausland (Niederlande, Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Großbritannien, Italien, Tschechien, Polen, Dänemark, Ukraine, Ungarn, Kanada u.a.). Durch die überaus starke internationale Beteiligung bei den Veranstaltungen, länderübergreifende Treffen sowie beste Kontakte zu ausländischen Uniformclubs leistet der Verein einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung.

204. Der Verein lässt sich weder von rassistischen noch militaristischen Gesichtspunkten leiten und lehnt demokratiefeindliche Aktivitäten und Gruppen vollständig ab. Er ist parteipolitisch und konfessionell neutral und unabhängig. Das tragen jeglicher Art von Waffen ist untersagt.

3 Selbstlosigkeit

301. Der Verein ist selbstlos tätig und ausdrücklich nicht gewinnorientiert ausgerichtet.

302. Alle Funktionsträger und Mitglieder des Vereins arbeiten ehrenamtlich. Der Verein darf keine Person durch Vergütung für Verwaltungsaufgaben o.ä. begünstigen.

4 Mitgliedschaft

a) Vollmitgliedschaft

401. Vollmitglied des Vereins kann jeder volljährige Mann werden, der sich den Zielen des Vereins verbunden fühlt. Über den schriftlichen Antrag entscheidet vorläufig der Vorstand. Die Mitgliederversammlung entscheidet mit einfacher Mehrheit endgültig über den Aufnahmeantrag.

402. Jedes Vollmitglied hat Stimmrecht bei der Mitgliederversammlung.

403. Die Vollmitgliedschaft berechtigt zur bevorzugten Teilnahme an den Veranstaltungen (z.B. Manövern). Vollmitglieder erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmegebühr. Sie sind berechtigt, im Rahmen ihrer Fähigkeiten in den Vorbereitungs- und Ausführungsgremien der Veranstaltungen mitzuwirken.

404. Die Vollmitgliedschaft endet bei freiwilligem Austritt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand zum Ende des Folgemonats.

405. Durch Tod oder bei Ausschluss endet sie mit sofortiger Wirkung.

406. Ein Vollmitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Grundsätze, Ordnung, Satzung oder Interessen des Vereins verletzt hat. Dasselbe gilt für den Fall des mehr als dreimonatigen Verzuges der Beitragszahlung. Über den Ausschluss beschließt der Vorstand mit Zweidrittelmehrheit nach Anhörung des Vollmitglieds.

b) Zeitmitgliedschaft

407. Bei vielen Veranstaltungen sind Gäste willkommen. Diese erhalten für die Dauer der Veranstaltung eine Zeitmitgliedschaft mit eingeschränkten Rechten und Pflichten. Zeitmitglieder haben die GBI-Hausordnung anzuerkennen und eine Erklärung zum Haftungsverzicht gegenüber GBI zu unterschreiben.

408. Zeitmitglieder können bei Mitgliederversammlungen vom Versammlungsleiter als Gäste ohne Stimmrecht zugelassen werden.

5 Mitgliedsbeiträge

501. Von den Vollmitgliedern werden Monatsbeiträge erhoben, die als Jahresbeitrag im voraus durch fristgemäße Überweisung auf das Vereinskonto zu begleichen sind.

502. Die Beitragshöhe wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. In Härtefällen (Arbeitslose, Studenten, Schüler, Wehr- bzw. Sozialdienstleistende) kann der Vorstand auf formlosen Antrag hin Beiträge herabsetzen. Bereits fällig gewordene Beiträge werden nicht erstattet.

6 Mittelverwendung und Haushalt

601. Am Ende des Kalenderjahres schlägt der Vorstand für das Folgejahr auf einer Ordentlichen Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung einen Haushaltsentwurf vor, der mindestens ausgeglichen sein muss und die Regionalverbände berücksichtigt.

602. Die Verfügung über das Vereinskonto obliegt dem Schatzmeister gegen treue Rechenschaft. Für den Verhinderungsfall erhält auch der Stellvertretende Vorsitzende eine Kontovollmacht.

603. Die Rechnungsprüfer prüfen die Kasse und die Bücher. Bei Beanstandungen unterrichten sie den Vorstand unverzüglich. Sie berichten der Mitgliederversammlung abschließend.

604. Etwaige kleinere Überschüsse aus Veranstaltungen sind unverzüglich wieder zu investieren für

  1. Erstellung und Versand der Informationsschrift GBI-Depesche
  2. Vervollständigung des notwendigen Materials für die Manövergestaltung (Küchen- und Mannschaftszelte, Tarnnetze, Seile, Grill, Tische und Bänke etc.)
  3. Reparatur und Pflege des Vereinseigentums.

605. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke und nur in angemessener Höhe verwendet werden.

7 Organe des Vereins

700. Die Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

a) Vorstand

701. In den Vorstand können nur natürliche Personen gewählt werden, die seit wenigstens einem halben Jahr Vollmitglied des Vereins sind.

702. Der Vorstand besteht aus einem Ersten Vorsitzenden, einem Stellvertretenden Vorsitzenden und einem Schatzmeister. Beigeordnet ist dem Vorstand ein protokollierender Schriftführer mit Beratungsfunktion ohne Stimmrecht. Über die Einsetzung weiterer Vorstandsmitglieder für besondere Aufgaben (z.B. Koordinator für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsorganisation, Mitgliederbetreuung usw.) kann die Mitgliederversammlung im Bedarfsfall beschließen.

703. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt; er bleibt jedoch auch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Neuwahl eines Folgevorstands im Amt.

704. Der Vorstand tritt nach Bedarf, jedoch mindestens vierteljährlich zusammen. Vorstandssitzungen sind für Vollmitglieder öffentlich.

705. Der Vorstand beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder erschienen sind. Ein Vorstandsbeschluss kann auf schriftliche Weise gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu diesem Verfahren erklärt haben.

706. Der Vorstand führt insbesondere die laufenden Geschäfte des Vereins. Er ist verantwortlich für die Durchführung der Aufgaben des Vereins und die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

707. Über Vorstandssitzungen ist ein formloses Ergebnisprotokoll zu fertigen, das vom Schriftführer unterzeichnet werden muss. Das Protokoll muss archiviert werden und allen Vollmitgliedern zugänglich sein.

708. Mindestens zwei Vorstandsmitglieder zusammen vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

709. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Beendigung seiner Amtstätigkeit aus, kann der Vorstand sich vorübergehend selbst ergänzen. Die Amtszeit des in dieser Weise berufenen Mitgliedes läuft bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Auf dieser ist der Nachberufene durch die Mitgliederversammlung zu bestätigen oder mit der Wahl eines anderen Mitglieds zu ersetzen.

b) Mitgliederversammlung

710. Einmal im Jahr muss eine ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden.

711. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Eingeladen werden alle Vollmitglieder.

712. Die Mitgliederversammlung wählt einen Versammlungsleiter und einen Protokollanten.

713. Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der Versammlungsleiter kann nicht stimmberechtigte Gäste zulassen.

714. Die anwesenden Vollmitglieder bei einer Mitgliederversammlung können eine Ergänzung der vom Vorstand festgesetzten Tagesordnung beschließen.

715. Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vollmitglieder beschlussfähig.

716. Stimmberechtigt sind alle anwesenden Vollmitglieder mit je einer Stimme. Bei Verhinderung kann zur Stimmrechtsausübung ein anderes Vollmitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Jedes erschienene Vollmitglied kann nur ein Vollmitglied vertreten.

717. Die Abstimmungen erfolgen offen. Es ist geheim abzustimmen, wenn mindestens zwei Vollmitglieder es beantragen. Die Stimmzettel einer Geheimabstimmung sind zu archivieren.

718. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, Stimmenthaltungen bleiben daher außer Betracht.

719. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere:

  1. Beschlussfassung über den vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplan für das Folgejahr
  2. Festlegung der Höhe des Beitrages und dessen Fälligkeit
  3. gegebenenfalls Erlass einer Versammlungsordnung
  4. Festsetzung der Zahl der Vorstandsmitglieder und Wahl des Vorstands
  5. Wahl der Rechnungsprüfungskommission, der mindestens zwei Personen angehören müssen
  6. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts des Vorstands und Entlastung des Vorstands
  7. Beschlussfassung über Satzungsänderungen oder die Auflösung des Vereins
  8. Beschlussfassung über Ehrenmitgliedschaften
  9. Änderung oder Ergänzung der Tagesordnung um solche Punkte, zu deren Behandlung kein Beschluß notwendig ist

720. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung können Fachgruppen (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Kleiderkammer etc.) gebildet werden.

721. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist innerhalb eines Monats einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder ein dahingehender Antrag eines Drittels der Vollmitglieder an den Vorstand vorliegt.

8 Gliederung

800. Der Verein gliedert sich in den Dachverband (Headquarters) und die Regionalverbände.

a) Dachverband (DV)

801. Der Dachverband ist zuständig für die wesentliche Ausgestaltung des Vereinslebens.

802. Er verwaltet die zentrale Datenkartei.

803. Er organisiert federführend die größeren Veranstaltungen des Vereins.

804. Der Dachverband koordiniert die Kontakte zu gleichgesinnten Vereinen / Gruppierungen und übernimmt einen Großteil der Öffentlichkeitsarbeit.

b) Regionalverbände (RV)

805. Für Regionalverbände wird eine gesonderte Geschäftsordnung erstellt.

806. Jede Gründung, Neuordnung, Teilung, Zusammenschließung oder Auflösung eines Regionalverbandes erfolgt in enger Absprache und freundschaftlicher Kooperation mit dem Hauptverband und muss vom Vorstand des Vereins genehmigt werden.

9 Veranstaltungen

901. Die einzelnen Veranstaltungen (z.B. Manöver) werden von interessierten Vollmitgliedern eigenverantwortlich vorbereitet, durchgeführt und abgerechnet, die dafür jeweils ein Projektteam (Leitung) bilden. Jedes Projektteam darf Zeitmitglieder aufnehmen.

902. Die Durchführung und Abrechnung von Veranstaltungen liegt in der eigenverantwortlichen Zuständigkeit von deren Leitung.

903. Spätestens drei Wochen nach einer Veranstaltung ist dem Vorstand vom jeweiligen Projektteam eine geprüfte und unterschriebene Ausgaben–Einnahmen-Bilanz vorzulegen; ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis ist dabei anzustreben. Gegen Abrechnung können angemessene Aufwandsentschädigungen gezahlt werden.

10 Satzungsänderung und Auflösung des Vereins

1001. Satzungsänderungen können nur mit einer Zweidrittelmehrheit und die Auflösung des Vereins mit einer Neunzehntelmehrheit der abgegebenen Stimmen aller anwesenden Vollmitglieder beschlossen werden.

1002. Anträge auf Satzungsänderungen oder die Auflösung müssen in schriftlicher Form zusammen mit der Einladung für die Mitgliederversammlung den Vollmitgliedern bekannt gemacht werden.

1003. Ein Beschluss über die Auflösung des Vereins bedarf der Bestätigung einer weiteren, einer sogenannten Auflösenden Mitgliederversammlung unter Einbehaltung der Einladungsfrist von vier Wochen.

1004. Bei Auflösung des Vereins steht das Vereinsvermögen den Mitgliedern anteilig zu.

11 Bedarfsregelung für die Eintragung ins Vereinsregister

1100. Der Vorstand ist berechtigt, redaktionelle Änderungen der Satzung vorzunehmen. Im Falle von gerichtlichen oder behördlichen Beanstandungen ist der Vorstand ermächtigt, die geforderten Ergänzungen oder Abänderungen zu beschließen.